Die meisten Brände entstehen tagsüber. Nur etwa ein Drittel aller Brände entstehen nachts. Dann, wenn jeder schläft. Nachts schlafen nicht nur wir, sondern auch unser Geruchsinn. So kann man den tödlichen Rauch nicht wahrnehmen.

  • 70% der Brandopfer verunglücken im Schlaf

Hier kommt der Rauchmelder ins Spiel. Er schlägt schon bei den ersten Anzeichen von Rauch Alarm. Das Zeichen für Sie, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Denn dafür haben Sie nur ca. 4 Minuten Zeit.

  • giftige Gase bilden sich schon vor dem eigentlichen Brand

Rauchmelder sind in Hessen Pflicht! In Neu- und Umbauten sind sie seit 24.06.2005 und in bestehenden Wohnungen seit 31.12.2014 vorgeschrieben. Verantwortlich für die Anbringung ist der Eigentümer der Wohnung (Besitzer/Vermieter). Für die Betriebsbereitschaft hat der unmittelbare Nutzer (Bewohner/Mieter) zu sorgen.

  • laufende Kosten eines Rauchmelders: 70 Cent pro Jahr

Ein Rauchmelder muss in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert werden. Im Wohnzimmer oder Büro ist eine Anbringung empfehlenswert, da es auch hier zu Bränden z. B. durch Elektrogeräte kommen kann.

In der Küche, im Bad oder Keller sollte von der Montage eines herkömmlichen Rauchmelders abgesehen werden. Da hier regelmäßig Staub oder Wasserdampf auftritt, kann dies zu einer ungewollten Auslösung führen und zu einer verringerten Lebensdauer des Melders führen, da die Rauchkammer verschmutzt wird.

  • für Küche und Bad gibt es spezielle Rauchmelder

Brandrauch steigt nach oben. Deshalb sollte der Rauchmelder zentral an der Decke angebracht werden. Dabei sollte ein Abstand von ca. 50 cm zu Wänden, Balken oder Deckenleuchten eingehalten werden, sodass der Rauch gut in den Melder eindringen kann. Ebenfalls sollte der Melder nicht von Schränken oder Regalen verdeckt werden.

Wenn Sie Hilfe bei der Montage brauchen, wenden Sie sich an den Fachhandel. Bei komplizierten baulichen Gegebenheiten kann er Ihnen weiterhelfen.

Pressemitteilung

Rauchwarnmelder können Leben retten

Zwar sind Rauchmelder seit dem Jahreswechsel in allen privaten Wohnungen vorgeschrieben, doch haben längst nicht alle Hauseigentümer ihre Schlaf-, Kinderzimmer und Flure damit ausgestattet, sagt Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam. Er rät allerdings dazu, diese Pflicht ernst zu nehmen, da die Rauchmelder Leben retten könnten.

Immerhin seien es nicht die Flammen, sondern meist giftige Rauchgase, die am häufigsten bei Bränden zum Tod führten. Diese gefährlichen Gase bildeten sich schon in der Entstehungsphase des Brandes und breiteten sich schnell in einer Wohnung aus. Innerhalb von Sekunden könnten Menschen die Orientierung oder gar das Bewusstsein verlieren. Im Ernstfall blieben den Menschen nur wenige Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Deshalb seien Rauchmelder wichtig, um frühzeitig erkennen zu können, dass es brenne. Sie verhinderten zwar keine Brände, sie warnten aber rechtzeitig mit einem lauten Signal.

Wer sich und seine Familie schützen wolle, solle die Rauchmelder kostengünstig im Fachhandel oder in Baumärkten kaufen. Wichtig sei dabei die CE-Kennzeichnung mit dem Hinweis auf die Norm DIN EN 14604. Während diese Geräte in normalen Wohnhäusern durchaus ausreichend seien, empfiehlt der Stadtbrandinspektor für größere Wohneinheiten Rauchmelder, die durch eine Funk- oder Drahtverbindung zusammengeschaltet seien. Dabei werde bei der Auslösung des Alarms an einem Rauchmelder auch das akustische Signal an den anderen Rauchmeldern automatisch aktiviert.

Die Montage dieser Rauchmelder sei einfach und problemlos ohne größeren Aufwand möglich. Sie könnten geklebt oder mit Schrauben befestigt werden. Da Brandrauch nach oben steige, müsse der Rauchmelder in jedem Fall an der Decke und möglichst in der Raummitte angebracht werden. Der Mindestabstand der Melder zu den Wänden und Raumteilern sollte 50 Zentimeter nicht unterschreiten, damit eine einwandfreie Funktion gewährleistet werde.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:

Quelle: Rauchmelder-Lebensretter, Hessisches Ministerium des Innern und für Sport